FASANENSTRASSE 68
10719 BERLIN
Galerie Kornfeld
FASANENSTRASSE 26, 10719 BERLIN
Elvira Bach and Annegret Soltau
INPUT / OUTPUT — a cooperation of Galerie Kornfeld and Galerie Anita Beckers
curated by Christoph Breitwieser, director Museum Bensheim
27 June – 8 August 2020
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GALERIEKORNFELD
präsentiert

INPUT / OUTPUT
Eine Kooperation von Galerie Kornfeld und Galerie Anita Beckers

Erste gemeinsame Ausstellung: Elvira Bach und Annegret Soltau
Kuratiert von Christoph Breitwieser, Museumsleiter Museum Bensheim

im Projektraum der Galerie Kornfeld

68projects
Fasanenstr. 68
10719 Berlin

Liebe Freunde von Galerie Kornfeld und 68projects,

bis vor Kurzem war die große Welt ganz klein. Dubai, New York, Paris, London. Ein voller Terminkalender. Ein durchgetakteter Alltag.

Doch plötzlich sind die Seiten leer. Galeristen gehen in sich. Hören in sich hinein. Alles ist neu, ungewohnt, überraschend, vielleicht auch beängstigend.

Und dann dreht sich die Welt wieder. Neue Inputs, neue Outputs. Neue Wege tun sich auf. Im Austausch, in der Kommunikation. Nicht nur in der Welt der Wirtschaft und Informatik.

Auch in der Kunst und in der Kunstvermittlung. In Berlin und in Frankfurt. Alfred Kornfeld und Anita Beckers entdecken für sich neue Wege in der großen kleinen Welt. Input und Output. Für die beiden Galeristen mehr als der Austausch zwischen dem Betrachter und dem Künstler über das Kunstwerk, mehr als neue kreative Wege des Künstlers als Reaktion auf äußere Umstände.

Getrieben von einer steten Neugier, von der Suche nach dem, was hinter den Kunstwerken zu sehen ist, wird sich in den beiden Galerien ein neuer, anregender Austausch- und Kommunikationsraum öffnen. Eine Begegnung von Künstler*innen der beiden Galerien – eine Sammlung von Kräften. Von unterschiedlichen Lebenswegen, Kunstgattungen, Positionen. Kräfte bündeln, Synergien schaffen, neue Räume öffnen.

Input und Output. Eine neue Vielfalt, ein neuer Weg. Entdeckt von zwei Galeristen. In Berlin und in Frankfurt. Und plötzlich ist die kleine Welt wieder groß. Auf eine andere Art und Weise. Neu, ungewohnt, überraschend und – ermutigend.

Den Beginn der Zusammenarbeit der beiden Galerien markiert eine Ausstellung mit frühen Werken von Elvira Bach und Annegret Soltau in Berlin, in 68projects, dem Projektraum der Galerie Kornfeld. Die zweite Kooperation folgt dann im September in den Räumen der Galerie Anita Beckers im Rahmen von „The Frankfurt Art Experience“, dem Saisonstart der Galerien in Frankfurt: abstrakte Farbreliefs von Liat Yossifor aus Los Angeles treffen auf pastose Ölgemälde von Christopher Lehmpfuhl aus Berlin.

Herzliche Grüße
Anita Beckers und Alfred Kornfeld

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Zur Ausstellung

Die Zusammenarbeit von Galerie Kornfeld und Galerie Anita Beckers beginnt mit einer Ausstellung früher Werke  von Elvira Bach und Annegret Soltau. Kuratiert von Christoph Breitwieser, Museumsleiter des Museums Bensheim, werden in 68projects, dem Projektraum der Galerie Kornfeld in Berlin, erstmals wichtige Arbeiten beider Künstlerinnen aus den 1970er und 1980er Jahren zusammengeführt: Die expressiven und impulsiven Gemälde von Elvira Bach treffen auf die Performances und Fotovernähungen von Annegret Soltau.

Beide Frauen gelten als bedeutende Künstlerinnen seit den 1970er Jahren und irritieren den Betrachter durch ihre offensiven Werke mit hohem Wiedererkennungswert. Während Elvira Bach als expressive Malerin zu den „Jungen Wilden“ gezählt wird, arbeitet Annegret Soltau mit so unterschiedlichen Medien wie Performance, Grafik und bildgenerierenden Mitteln wie Fotografie und Videokunst. Was die beiden Künstlerinnen bewegt und was sie in ihren Arbeiten ausdrücken ist die Beschäftigung mit dem vielschichtigen und komplexen, sich ständig weiterentwickelnden Selbst: als Frau, als Künstlerin, als Mutter.

Kontrast oder Diskurs? Bach formuliert ihr Selbstbild als neue Frau in einer Zeit des Aufbruchs in Berlin, in Deutschland, in der Welt: Die Frauen in ihren Werken sind groß, stark, erotisch und selbstbewusst. Selbstbestimmt und unkonventionell. Rauchend, trinkend und immer extravagant gekleidet nehmen sie sich den Raum, den sie zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit brauchen. Mutterschaft wird zur Erweiterung des Selbst, das Kind gefeiert und vergöttert. Annegret Soltau dagegen arbeitet und näht ihre eigenen Zweifel, ihre Erfahrungen und die eigene Körperlichkeit buchstäblich in ihre Werke ein. Die Arbeiten sind Eingriffe in konventionelle Bilder und eindeutige Definitionen von (Frauen-)Körpern, ihrem Selbst. Beide Künstlerinnen verbindet in ihrem unbeirrten Tun die Suche nach der eigenen Identität in einer männlich dominierten Kunstwelt. Ohne Tabus feiern oder auch leiden sie unter ihrer Körperlichkeit, ihrer Sinnlichkeit, ihrer Sexualität und ihrem Frausein.

Im Anschluss an die Präsentation in Berlin ist die Ausstellung vom 13. August bis zum 20. September im Museum Bensheim zu sehen.

Elvira Bach (*1951 Bad Neuenhain) studierte bei Hann Trier an der Universität der Künste Berlin. Mit der Präsentation ihrer Werke auf der Documenta 7 im Jahr 1982 erlangte Bach internationale Anerkennung und gilt heute als bekannteste deutsche Malerin ihrer Generation. Seitdem sind ihre Werke weltweit bei wichtigen Ausstellungen in bedeutenden Museen und Sammlungen wie beispielsweise dem Guggenheim in New York, dem Museum in Groningen, dem Haus der Kunst in München, dem Städel in Frankfurt oder zuletzt dem Museum in Landerneau (Frankreich) zu sehen

Annegret Soltau (*1946 Lüneburg) studierte zunächst an der Hochschule der Bildenden Künste Hamburg bei Hans Thiemann, Kurt Kranz, Rudolf Hausner, Alan Jones und David Hockney und danach in der Meisterklasse der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Professor Anton Lehmden. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen und war 1984 Stipendiatin der Villa Massimo in Rom. Ihre Werke waren in der Ausstellung „WACK!: Art and the Feminist Revolution“ im MOCA in Los Angeles, im PS1 in New York, im Museum of Women in the Arts, Washington, im  MUMOK in Wien, im Stavanger Art Museum, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und weiteren Museen vertreten.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Bildmaterial benötigen oder einen Interviewtermin mit den Künstlerinnen wünschen.

Herzliche Grüße,
Alfred Kornfeld und Dr. Tilman Treusch


Kontakt

Alfred Kornfeld: kornfeld@galeriekornfeld.com
Dr. Tilman Treusch: treusch@galeriekornfeld.com

Tel.: +49 30 889 225 890


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GALERIEKORNFELD
presents

INPUT / OUTPUT
A cooperation of Galerie Kornfeld and Galerie Anita Beckers

First joint exhibition: Elvira Bach and Annegret Soltau
Curated by Christoph Breitwieser, Museumsleiter Museum Bensheim

at Galerie Kornfeld’s project space

68projects
Fasanenstr. 68
D-10719 Berlin
Germany

Dear friends of Galerie Kornfeld and 68projects,

until recently, the world was a small place. Dubai, New York, Paris, London. A full calendar, day-to-day life on a tight schedule.

And now, suddenly, the pages are blank. Gallerists turn inwards. They adjust to this exceptional situation: Everything seems new, unfamiliar, surprising and sometimes frightening.

The world is turning at a different pace. New input, new output. New paths and possibilities open up through communication and exchange. Not only in the fields of economy and computer science. In Berlin and in Frankfurt.

Art and the art market are affected in the same way. Alfred Kornfeld and Anita Beckers are exploring new paths for themselves in this new large and small world. Input and output. For both gallerists this means exchange between artist and observer through the medium of the artwork and new creative ways in which the artist reacts to the changing circumstances around him.

Driven by a constant curiosity and the search for what is hidden behind the artworks, the two galleries will reinvinent themselves as new spaces of inspiring communication and exchange. This process will be realised by encounters of artists presented by both galleries as a cumulation of force and energy: Different ways of life, art genres and positions. Uniting forces, creating synergies, opening new spaces.

Input and output. A new diversity, a new path. Discovered by two gallerists. In Berlin and in Frankfurt. And suddenly, the small world is large again.

In a different kind of way: New, unfamiliar, surprising and – encouraging.

An exhibition of early works by Elvira Bach and Annegret Soltau in Berlin marks the beginning of this new collaboration. It will take place in 68projects, the project venue by Galerie Kornfeld. The second cooperative project in September will take place at Galerie Anita Beckers in Frankfurt. It will be part of „The Frankfurt Art Experience“, marking the season opening for galleries in Frankfurt: Abstract color-reliefs by Liat Yossifor from Los Angeles will be exhibited alongside pastose oil paintings by Christopher Lempfuhl from Berlin.

Best regards,
Anita Beckers and Alfred Kornfeld

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About the exhibition
An exhibition of early works by Elvira Bach and Annegret Soltau marks the beginning of the collaboration between Galerie Kornfeld and Galerie Anita Beckers. The exhibition is curated by Christoph Breitwieser, director of Museum Bensheim, and will be shown at 68projects, the project venue by Galerie Kornfeld in Berlin. For the first time, this exhibition brings together important works of both artists from the 1970s and 1980s: Bach‘s expressive and impulsive paintings meet Soltau‘s  sewn over photographs and performances.

Both women have been prominent artists since the 1970s and inflamed their viewers with aggressively defiant works with unmistakable recognition.

As an expressive painter, Elvira Bach was part of the group Junge Wilde, while Annegret Soltau finds her way of expression in different media, like performance, graphic art, collage, photography and video. What moves both artists and becomes the subject of their work is the multilayered, complex and ever-changing self: as a woman, an artist, a mother. Contrast or discourse?

Bach‘s self-image as the new woman in times of turbulence in Berlin, the rest of Germany and the world is visible in her paintings of women: They are tall, strong, erotic and self-confident. Self-determined and unconventional. They smoke, drink, are extravagantly dressed and take up all the space they need to unfold their personality. Motherhood is becoming an extension of the self, the child is being celebrated and worshipped. Annegret Soltau literally sews her own doubts, experiences and physicality into her artworks. Her works are surgical interventions in both conventional images and clear definitions of (female) bodies, her self.

What connects both artists in their detemined work is the search for the own identity as a female artist in the male dominated art wold. Without taboos they both celebrate and suffer from their physicality, their sensuality, sexuality. Their womanhood.

After the presentation in Berlin, the exhibition will be shown at Museum Bensheim from August 13th until September 20, 2020.
(Translation: Anna Raab)

Elvira Bach (b. 1951 in Bad Neuenhain, Germany), studied with Hann Trier at the HdK Hochschule der Künstler (University of the Arts) Berlin. After showing at Documenta 7 in 1982, Bach gained international recognition and became one of Germany’s most well-known painters. Since1978 her work has been shown in numerous exhibitions, including prominent museums and collections such as the Guggenheim in New York, the Museum in Groningen (the Netherlands), the Haus der Kunst in Munich, the Städel in Frankfurt and lately the museum in Landerneau (France).

Annegret Soltau (b. in 1946 in Lüneburg, Germany) studied at the Hochschule der Bildenden Künste (University of the Arts) Hamburg with Hans Thiemann, Kurt Kranz, Rudolf Hausner, Alan Jones and David Hockney. Afterwards she was part of the master class of Professor Anton Lehmden at the Akademie der Bildenden Künste Wien (Academy of the Arts in Vienna). She received numerous grants and awards and has been fellow of the Villa Massimo in Rome in 1984. Her works were exhibited at „WACK!: Art and the Feminist Revolution“ at the  MOCA Los Angeles, ath the PS1 in New York, at the Museum of Women in the Arts, Washington, at the MUMOK in Vienna, at the Stavanger Art Museum and at the ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe amongst others.

Should you require further information, or wish to interview the artists, please do not hesitate to get in touch. We are happy to provide printable images on request.

Best regards,
Alfred Kornfeld and Shahane Hakobyan

Contact:

Alfred Kornfeld: kornfeld@galeriekornfeld.com
Shahane Hakobyan: hakobyan@galeriekornfeld.com

+49 30 889 225 890

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